
Wem gehören wirklich die Schlüssel zu Ihrem Gebäude?
Bei der Abnahme eines Gebäudes fordert niemand den Quellcode der Automationen ein. Genau dort entscheidet sich aber die Unabhängigkeit des Betriebs für zwanzig Jahre.
Technik

Klassischer Reflex in Pflichtenheften für Lüftungsmonoblöcke: ein Differenzdruckwächter zur Erkennung verschmutzter Filter.
Auf einer Anlage mit konstantem Volumenstrom funktioniert diese Lösung einwandfrei. Sobald der Luftvolumenstrom jedoch variiert, ist ein einfacher fester Schwellwert kaum noch repräsentativ.
Weil der Druckverlust eines Filters sowohl von seinem Verschmutzungsgrad als auch vom durchströmenden Luftvolumenstrom abhängt. Und der Zusammenhang ist nicht linear: steigt der Volumenstrom, nimmt der Druckverlust überproportional zu. Derselbe Filter kann somit je nach Betriebspunkt der Anlage sehr unterschiedliche Druckwerte aufweisen.
Ein auf den Nennvolumenstrom eingestellter Druckwächter wird damit bei Teillast blind und bei Volllast überempfindlich.
Bei Workswell empfehlen wir einen Differenzdrucksensor mit kontinuierlicher ΔP-Messung. In Verbindung mit der Volumenstrommessung, der Ventilatordrehzahl oder einem Referenzbetriebspunkt lässt sich damit eine normale Druckschwankung von einem Anstieg unterscheiden, der wirklich auf die Filterverschmutzung zurückgeht.
Der Sensor liefert auch bei der Inbetriebnahme eine wertvolle Information. Er erlaubt es, den Anfangsdruckverlust des sauberen Filters zu prüfen und mit den Herstellerangaben zu vergleichen. Jede spätere Abweichung kann so anhand eines gemessenen Referenzwerts beurteilt werden – und nicht anhand eines generischen Schwellwerts.
Der Druckwächter bleibt als einfache Einrichtung oder als letzte Sicherheitsebene sinnvoll. Auf einer Anlage mit variablem Volumenstrom sollte er jedoch nicht mehr das einzige Überwachungsmittel sein.
Sie erstellen ein Pflichtenheft für einen Lüftungsmonoblock oder eine MSR/GLT-Anlage? Sprechen wir darüber.
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